Disneyland

Am Wochenende hatte ich das Vergnügen, mal wieder das Kind in mir zu treffen - ich war in Disneyland.

Eigentlich herrlich, abgesehen vom hohen Eintrittspreis und den Wartezeiten an den einzelnen Attraktionen. Darüber hinaus auch unglaublich inspirierend, mit welcher Perfektion und Liebe zum Detail dieses gigantische Wirtschaftsunternehmen abläuft.

Einige Fakten gefällig?:

Disneyland Resort allgemein

* Gebäude mit einer Gesamtfäche von 710.000 Quadratmetern sowie Straßen mit einer Gesamtlänge von 51km
* Disneyland Resort Paris ist das beliebteste Kurzreiseziel Europas mit bis zu 16 Millionen Besuchern pro Jahr
* Das Gelände von Disneyland Resort Paris erstreckt sich über 1.943 Hektar - das entsprich ca. 1/5 der Fläche von Paris

Belegschaft

* im Jahresdurchschnitt arbeiten 12.500 Mitarbeiter aus rund 100 verschiedenen Ländern, die insgesamt 19 Sprachen sprechen
* 725 vertretene Berufe
* Durchschnittsalter: 32 Jahre
* ca. 52% der Disney-Mitarbeiter sind seit über 5 Jahren beim Unternehmen
* die Deutschen sind mit ca. 700 Mitarbeitern die zweitstärkste Nation nach den Franzosen
* mehr als 1.000 Künstler und Handwerker/Techniker sind im Disneyland Resort Paris tätig (700 Schauspieler und Tänzer, 50 Musiker, 150 Designer, Zeichner und Dekorateure, 100 Techniker, 30 Schneiderinnen…)

Disneyland Park, Walt Disney Studios Park,

* 225.000 Lämpchen beleuchten die Fassaden der Main Street, USA
* über 400.000 Lämpchen werden für die Wagen der “Disney’s Fantillusion” Parade benötigt
* mit ca. 25.000 Kostümen verfügt das Resort über den größten Fundus in Europa
* Wäre Disney Studio 1 ein echtes Filmstudio, dann wäre es das zweitgrößte seiner Art in Europa mit einer Länge von 70m, einer Breite von 35m und einer Höhe von 20m
* pro Jahr werden rund 30 Millionen Mahlzeiten verkauft, damit ist Disneyland Resort Paris das “größte Restaurant Frankreichs”
* in der Hochsaison werden täglich bis zu 150.000 Mahlzeiten zubereitet

Geschäfte

* 46 Boutiquen und 23 Verkaufsstände
* ca. 16.600 verschiedene Verkaufsartikel, von denen 90% weniger als 15 Euro kosten
* über 27 Millionen Artikel werden im Jahresdurchschnitt verkauft

Alles in Allem eine gigantische Maschinerie mit hohem Spaßfaktor. Wie gesagt, abgesehen von den Wartezeiten…

Killing fields

Killing fields

Killing fields

Viele werden diesen Begriff schon gehört haben. Die Killing fields nannte man eine Reihe von Massegräbern und Hinrichtungsstätten der Roten Khmer in Kambodscha.

Die Roten Khmer unter ihrem Führer Pol-Pot regierten als Terror-Regime Kambodscha in den Jahren von 1975-1979. In dieser kurzen Zeit richteten sie mehr als 1,4 Millionen Kambodschaner grausam hin und hinterließen ein ausgeblutetes Land in Trümmern.

Noch heute hat sich Kambodscha nicht vollständig von dieser Gewaltherrschaft erholt. 50% der Bevölkerung sind unter 25 Jahren, Millionen von Minen schlummern noch immer in Kambodschas Erde, die Landwirtschaft, einer der zentralen Wirtschaftszweige des Landes ist noch immer nicht wieder vollständig aufgebaut und extreme Armut kennzeichnet das Leben der Menschen.

Letzten Monat begann nun in Kamodscha nach 30 Jahre endlich der erste Prozeß wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen 5 Verantwortliche “Khmer Rouge”.

boston.com zeigt eine beeindruckende Bilderserie aus dem Land und von den Prozessen.

PS: Wer den 1984 gedrehten Film “The killing fields” nicht kennt, dem kann ich diesen nur empfehlen…

Haitauchen vor den Bahamas

Hab ich auch schonmal gemacht.
Das ist echt gruselig…

Schwefelabbau am Kawah Ijen, Java

Vor zwei Wochen war ich am Kawah Ijen, einem Vulkan auf Java. Was ich dort gesehen habe, gehört zweifellos zum Eindrucksvollsten was ich in meinem Leben bislang sah.
Die Schwefelarbeiter des Kawah Ijen.

Sie brechen den Schwefel unter nahezu unmenschlichen Bedingungen am Krater, um ihn dann über einen Wanderweg von ca. 3,5 Kilometern zum Verladeplatz zu transportieren. Jeder Arbeiter trägt dabei, auf zwei Bambuskörbe verteilt, eine Last von 85-110 Kilo über die gesamte Strecke und überwindet ca. 700 Höhenmeter. Die Freundlichkeit, mit dem einem diese Menschen trotz ihrer schweren Arbeit begegnen, ist unvergleichlich und hilft einem über die Hilflosigkeit hinweg, mit der man Ihnen bei ihrer Mühe zusieht.

Mein Versuch, diese Körbe einmal anzuheben und auf meine Schulter zu packen, hat gerade für zwei jämmerliche Fotos mit schmerzverzerrtem Gesicht gereicht… Das Gelächter der Arbeiter habe ich gerne über mich ergehen lassen - die anschließende gemeinsame Zigarette haben wir alle genossen.

Der Tag am Kawah Ijen mit diesen Arbeitern ist einer jener Tage, an denen man sich besinnt und die eigenen Probleme neu einordnet. Für gerade mal 4 Euro pro Tag erledigen diese Jungs eine Arbeit, die sich viele von uns nicht einmal vorstellen können. Und sie sind stolz darauf. Stolz, damit ihre Familien ernähren zu können und ihren Kindern vielleicht ein besseres Leben zu ermöglichen.

 
 

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