Scott Wades dreckige Kunst
Scott Wades “Dirty Car Art” habe ich letzte Woche bei Dirk Behlaus Daily Design Blog “pixeleye” entdeckt.
Coole Sache, die Mr. Wade da macht. Und zeichnen kann er auch…
Hat was, solch vergängliche Kunst.
Die Kunst des Ron Mueck

Seit ich die Kunst von Ron Mueck zum ersten Malgesehen habe, hat sie mich fasziniert.
Mueck ist ein Vertreter des Hyperrealismus. Er übersteigert in seinen Plastiken die Realität, indem er überaus lebensechte Figuren in veränderten Größenverhältnissen oder grotesken Situationen darstellt und dabei den Betrachter unmittelbar mit diesen Szenen konfrontiert.
Ähnliches haben auch schon John de Andrea und Duane Hanson in ihren Arbeiten gemacht, in Sachen Detailgenauigkeit und Lebensechtheit sind Ron Muecks Plastiken jedoch unerreicht.
Muecks Plastiken sind faszinierend, verwirrend und provokant, gleichzeitig doch auch fragil, anmutig und schützenswert, wie beispielsweise seine Babyfiguren oder die überdimensionale Plastik “Boy”.
Kunst in dieser Form polarisiert sicherlich, das soll sie auch, allerdings grenzt sich diese Art deutlich ab von den Arbeiten, die ich beispielsweise aus Gunther von Hagens umstrittenen Dauerausstellungen “Körperwelten” kenne.
Die eine stellt realistisch dar und lässt dabei doch viel Raum für Interpretation, die andere ist eher was für Voyeuristen.
Die eine zieht aus und bleibt dabei doch voller Würde, die andere zieht das Fell über die Ohren.
Die eine muss man gesehen haben, die andere nicht.
Ein wenig…wie soll man sagen…der Welt entrückt…
…ist Michel Houellebecq ja schon.
Aber was soll’s, seine Bücher sind klasse!
Konstantinopel 1453
Selten hat mich ein Geschichtsbuch so begeistert wie Roger Crowleys “Konstantinopel 1453″.
Die letztendliche Eroberung der Stadt durch die türkischen Armeen unter Sultan Mehmet II., nachdem die Osmanen bereits die Jahrhunderte zuvor immer wieder vergeblich versucht hatten, die Stadt einzunehmen, ist Thema des Buches.
Crowley erzählt Geschichte, wie ich es selten zuvor gelesen habe. Im Grunde ein hervorragend recherchiertes Sachbuch, doch Crowley lässt es von der ersten Seite an wie einen Roman erscheinen.
Man fiebert mit beiden Parteien, sowohl Angreifern als auch Verteidigern. Obwohl der Ausgang als historische Tatsache ohnehin bekannt ist, hofft man bis zum Schluß auch mit den Verteidigern. Und als die Stadt endlich fällt, erzählt Crowley den weiteren Verlauf der Geschichte bis ins Heute auf eine Art und Weise, die den Leser jeder Partei versöhnlich stimmt.
Ein spannendes, anregendes, bildendes und ungeheuer lesenswertes Buch. Man verspürt unweigerlich den Drang, sofort nach Istanbul zu reisen, um die Originalschauplätze mit eigenen Augen zu sehen.
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