Power of Wind
Aus dem Jahr 2007, aber immernoch toll. Der Kunde über den Werbefilm:
“Die EPURON GmbH, ein Unternehmen der Conergy AG, hat auf dem internationalen Werbefestival in Cannes Gold in der Königsdisziplin „Film“ gewonnen. „Power of Wind“ ist damit der erfolgreichste deutschen Werbespot beim Cannes Festivals. Konzipiert und realisiert wurde der Film von der Werbeagentur Nordpol+ Hamburg, die momentan zum Kreis der weltweit kreativsten Agenturen zählt.”
Stadt der Blinden
Wenn ich an hier ab und an mal einen Film lobe oder empfehle, dann erscheint es mir nur fair, auch mal einen Film ordentlich abzuwatschen.
“Blindness”, auf Deutsch ” Stadt der Blinden” ist so ein Film. Welch ein Quatsch! Mir ist völlig schleierhaft, wie Fernando Meirelles, der so wunderbare Filme wie “City of God” und “Der ewige Gärtner” inszeniert hat, einen solch schlechten Film produzieren konnte.
Ohne das gleichnamige Buch von José Saramago gelesen zu haben behaupte ich: Der Roman ist besser! Er muss besser sein, denn viel schlechter geht es nicht.
Dabei handelt es sich um eine durchaus spannende und vielversprechende Geschichte. Ein Mann wird überraschend blind und steckt nach und nach immer mehr Menschen an. Und gerade wenn der Film gut werden könnte wird er dumm. Die Betroffenen werden von den Behörden in eine ausgediente und abgewrackte Irrenanstalt gesteckt und dort mehr oder weniger sich selbst überlassen.
Ab und zu bekommen sie von den Wärtern Fresspakete in der Ausführung Nato-Notration, die die herrschende “Abteilung” dann gegen Sexdienstleistungen oder übrigen Schmuck nach eigener Willkür verteilt.
Und mittendrin die sehende Julianne Moore, die auf wundersame Weise von der globalen Epidemie verschont geblieben ist. Als einzig Sehende fühlt sie sich für alles und jeden verantwortlich, unternimmt doch nichts und stolpert mit den anderen Blinden durch die Anstalt und den Film.
Anarchie beginnt zu wüten und binnen kürzester Frist entwickelt sich ein apokalyptisches Grundszenario, in dem die Schauspieler wie Zombies munter weiter durch die verwüsteten Straßen ihres zerstörten Landes irren. Der Film verliert jegliche Ausrichtung und endet - wie kann es anders sein - mit der abrupten Wiedergenesung des zuerst Erblindeten.
Zu allem Überfluß ermüdet der ebenfalls Blinde Danny Glover beständig den Zuschauer mit seinen metaphysischen Weisheiten, die jedem Volkshochschulpsychologiestudenten das Wasser in die Augen treiben müssen.
Wie dieser Film das Prädikat “Wertvoll” erlangen konnte ist mir ein Rätsel.
Hier gilt: Lies mal wieder! Und wer’s spannend haben will liest Chemie des Todes oder Kalte Asche von Simon Beckett.
Burn after reading
Also ehrlich - ich hab mich köstlich amüsiert!
Ich bin sicher, daß dieser Film ordentlich polarisiert. Viele werden ihn mögen, viele werden nichts mit dem Film anfangen können. Aber so ist es ja meist bei den Filmen der Coen Brüder.
Ein völlig wirre, verstrickte Geschichte, die auch irgendwie mit Geheimdienst zu tun hat - obwohl die CIA in diesem Fall keine wirklich prägende Rolle spielt, sondern eher “hineingezogen” wird. Und am Ende wissen sie selbst nicht, was da eigentlich passiert ist.
Eine Diskette mit harmlosen Memoiren eines geschassten CIA-Analysten, gespielt von John Malkovich, gerät in die Hände eines homoerotischen Brad Pitt und seiner Kumpanin, die sich damit das nötige Kleingeld für ihre Schönheitsoperationen erpressen will.
George Clooney als Ex-Möchtegern Personenschützer und notorischem Fremdgeher läuft Pitt zum falschen Zeitpunkt über den Weg und die Dinge nehmen ihren Lauf. Jeder mit jedem, jeder gegen jeden und keiner weiß warum.
Ein Film voller Paranoiker, Schizophrener, Ehebrecher und einem Gutmenschen, der letztendlich auch dran glauben muß. Aber da auch er irgenwie eine dunkle Geschichte hat, ist das wahrscheinlich auch gut so. Selten habe ich so viele amerikanischen Stereotypen so herrlich versagen sehen…
Ein grandios besetzter Streifen mit George Clooney, Brad Pitt, John Malkovich, Tilda Swindon und der herrlichen Frances McDormand.
Mein Tipp: Anschauen - und wer’s kann im englischen Original.
Und hier geht’s zum deutschen Trailer.
DUDE! Holy ****, that was awesome!!
Das Downhill Video Claremont HD, von Adam Kimmel, gibt es hier auf Vimeo zu sehen. Unglaublich.
Killing fields
Viele werden diesen Begriff schon gehört haben. Die Killing fields nannte man eine Reihe von Massegräbern und Hinrichtungsstätten der Roten Khmer in Kambodscha.Die Roten Khmer unter ihrem Führer Pol-Pot regierten als Terror-Regime Kambodscha in den Jahren von 1975-1979. In dieser kurzen Zeit richteten sie mehr als 1,4 Millionen Kambodschaner grausam hin und hinterließen ein ausgeblutetes Land in Trümmern.
Noch heute hat sich Kambodscha nicht vollständig von dieser Gewaltherrschaft erholt. 50% der Bevölkerung sind unter 25 Jahren, Millionen von Minen schlummern noch immer in Kambodschas Erde, die Landwirtschaft, einer der zentralen Wirtschaftszweige des Landes ist noch immer nicht wieder vollständig aufgebaut und extreme Armut kennzeichnet das Leben der Menschen.
Letzten Monat begann nun in Kamodscha nach 30 Jahre endlich der erste Prozeß wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen 5 Verantwortliche “Khmer Rouge”.
boston.com zeigt eine beeindruckende Bilderserie aus dem Land und von den Prozessen.
PS: Wer den 1984 gedrehten Film “The killing fields” nicht kennt, dem kann ich diesen nur empfehlen…
Beate Uhse Rorschachtest
Eine schöne Umsetzung eines Rorschachtestes hat Kempertrautmann für Beate Uhse realisiert.
Ist schon interessant was wir sehen und was Kinder sehen…
Beworben wir übrigens die Kindersicherung bei Beate Uhse Erotic TV.
Clevere Idee!
Talk to me!
Endlich mal wieder ein wirklich guter Film!!!
Am Wochenende habe ich in der Videothek “Talk to me” ausgeliehen. Ein sehr sehenswerter Film über den verstorbenen amerikanischen Radiomoderator Ralph Waldo “Petey” Greene, Jr.
Greene war ein Ex-Knacki der es zu nationalem Ruhm als Radiomoderator in den Staaten brachte. Möglich wurde dies durch seinen Produzenten und späteren Freund und Manager Dewey Hughes, der ihm nach seinem Gefängnisaufenthalt die Chance bot, eine Radiosendung in Washington D.C. zu moderieren.
Greene nahm kein Blatt vor den Mund, sprach die Sprache der Straße und traf den Nerv seiner Zuhörer, indem er vieles von dem offen aussprach, was das Amerika der Sechziger und Siebziger bewegte.
Nationale Berühmtheit erlangte er durch eine legendäre Ansprache nach der Ermordung Martin Luther Kings am 4. April 1968, die maßgeblich dazu beitrug, daß die Ausschreitungen in Washington D.C. nicht das befürchtete Ausmaß annahmen.
Im ersten Clip seht ihr den Trailer des Films, der zweite Clip zeigt den originalen Petey Greene im Rahmen seiner späteren Talkshow “Petey Greene’s Washington”.
Wer’s kann sollte sich den Film auf Englisch ansehen, da der Film viel mit Sprache arbeitet. Hier geht’s zur offiziellen Homepage von Petey Greene.
Wirklich sehenswert!
Social Advertising
Vorgestern hat Markus auf dem Englisch-Blog die computertan.com Kampagne gegen Hautkrebs vorgestellt die derzeit die Runde macht.
Kampagnen dieser Art, sogenannte Social Advertising Campaigns, spielen stets damit, dass sie meist mit lustigen, ungewöhnlichen oder extrem schockierenden Mitteln auf verheerende Probleme, Krankheiten oder andere Umstände aufmerksam machen, die von der Gesellschaft leicht übersehen oder negiert werden.
Führend sind in dieser Hinsicht meist die Amerikaner und die Engländer, aus Deutschland kenne ich nur wenige gute Beispiele solcher Kampagnen.
Hierzulande wird eher an Autobahnen mit fragwürdigen “Todesanzeigen” oder harmlosen Plakaten auf üble Umstände hingewiesen, so richtig zünden tun die meisten Ideen aber leider nicht.
Warum dem so ist weiß ich auch nicht, ich denke aber nicht, dass es an mangelnder Kreativität liegt. Vielmehr trauen sich die Werbetreibenden hierzulande oft leider nicht.
Die ersten beiden Beispiele sind eher lustiger Natur, das dritte Beispiel ist sehr schockierend und nichts für schwache Nerven. Beispiele wie dieses kenne ich selbst vor allem aus Großbritannien, dort kommen solche Schocker offenbar eher an als einfache Warnhinweise.
Einerseits brutal, andererseits braucht es manchmal vielleicht auch ein solches Beispiel, um die brutale Realität von Alkohol am Steuer, überhöhter Geschwindigkeit, Drogen etc. darzustellen.
“Duelling Banjos”
Eigentlich wollte ich heute einen Artikel über Whisky schreiben, da wir am Freitag “von Berufs wegen” zum Munich Whisky & Bar Festival eingeladen waren.
Da das aber nicht nur einen, sondern mehrere Artikel erfordert und ich heute bei meiner Recherche in den Tiefen des Netzes auf dieses Kleinod gestossen bin, gibt’s zum Wochenauftakt etwas Musik, bevor es dann die nächsten Tage an das herrliche Thema Whisky geht…
Hier die Original-Szene der sich duellierenden Banjos aus dem 1972 entstandenen Film “Deliverance”, zu Deutsch: “Beim Sterben ist jeder der Erste.”
Wer den Film nicht kennt sollte ihn unbedingt mal anschauen. Ein sehenswerter Klassiker mit dem Burt Reynolds damals seinen Durchbruch schaffte. Und die Bajo-Szene ist grandios… Viel Spaß!
W.
Freitag Abend habe ich Oliver Stones W. - ein misstverstandenes Leben gesehen.
Kein wirklich großer Film, eher schlicht. Genauso schlicht eben wie die Original-Vorlage und gerade deshalb hat er mir gefallen. Ich habe mich durchaus amüsiert.
Man kann sich gut vorstellen, dass es so, und zwar genau so, gewesen ist.
Amerika ist wirklich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - in jeder Hinsicht.
Bis auf den Gesichtsausdruck Bushs, der wohl in der Tat einzigartig und somit nicht zu kopieren ist, fand ich persönlich die Masken alle sehr gut. Beihnahe wie die Originale. Besonders Dicky war verblüffend.
Schade, dass es nicht nur eine schöne Film-Satire war. Gut, das es vorbei ist!
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