Über Medikamente sollten Frauen einiges wissen

Da die Nebenwirkungen und die Dosierung vieler Präparate nur an Männern getestet werden, sollten Frauen einiges über Medikamente wissen.

Die Teilnehmer an Arneimittel-Studien waren jahrzehntelang Studenten Mitte 20. Erst seit einigen Jahren werden neue Präparate stets auch an Frauen getestet. Aus diesem Grunde ist die Dosierung vieler Medikamente nur auf Männer abgestimmt. Da der weibliche Körper manchmal anders reagiert, kann das zur Folge haben, das Nebenwirkungen auftreten.

Während die Frau durchschnittlich nur auf 65 Kilo Körpergewicht kommt, so sind es beim Mann 80 Kilo, deshalb sind viele Wirkstoffe für Frauen zu hoch dosiert und die Nebenwirkungen können sich dadurch verschlimmern. Dies kann z. B. vorkommen bei Bluthochdruckmitteln, sie können Reizhusten, Schwindel und Kopfschmerzen verursachen.

Zu dem spielt das Körperfett eine wichtige Rolle. Eine gesunder Körperfettanteil liegt bei dem Mann zwischen 10 und 20 Prozent, bei normal gewichtigen Frauen allerdings zwischen 20 und 30 Prozent. In diesem Gewebe reichern sich bestimmte Arzneistoffe an. Wenn diese Mittel über Wochen genommen werden, können sie zu einer Überdosierung führen wie z. B. bei Psychopharmaka wie Diazepam.

Ein weiterer Unterschied ist der Stoffwechsel, denn er arbeitet nicht mit der gleichen Geschwindigkeit und somit werden sie auch unterschiedlich vom Körper verarbeitet. Zum Beispiel scheiden Frauen Allergiepräparate schneller aus, sei Wirkung hält also kürzen an. Schmerzmittel wie Ibuprofen und Paracetamol gelangen bei den Frauen langsamer ins Blut, dadurch wirken sie schwächer. Noch dazu senkt auch die Antibabypille die Wirkung. Die Schmerzmittel-Dosis sollte aber auch nicht erhöht werden, denn dies kann die Nieren schädigen.

Lesen Sie deshalb die Beipackzettel immer genau durch oder fragen Sie Ihren Arzt möglichst genau nach den Einnahme-Vorgaben des betreffenden Mittels: Wie viel muss ich nehmen, wie oft und wann. Wie muss es eingenommen werden und welche Nebenwirkungen sind möglich?

Antiarrhythmika:
Das Mittel gegen Rhythmusstörungen wirkt bei Frauen stärker und kann im schlimmsten Fall das Herz schädigen.

Betablocker:
Diese Blutdrucksenker werden in der Leber langsamer abgebaut als bei Männern. es kann zu Müdigkeit und Schwindelgefühl kommen.

Diuretika:
Bei Frauen kann dieses entwässernde Mittel Kalium- und Natriummangel verursachen.

Digoxin/Digitoxin:
Diese Fingerhut-Präparate sind gegen Herzschwäche und können bei Frauen oft intensiver wirken. Somit kann die Krankheit noch verschlimmert werden.