Schlehe – flexibel einsetzbar

Schlehdorn gehört zu den Rosenblütlern und wächst gerne auf Kalkböden, an Hecken, Ödland, Feldrainen, in Wäldern und Gärten. Die Äste sind mit Dornen besetzt, die Blütezeit beginnt im März und endet im Mai. Die Früchte werden meist im Oktober gesammelt. Das Wachstum tendiert von 1-3 Meter, je nach Beschaffenheit des Bodens. Schlehe wird auch gerne Schwarzdorn genannt, denn das Gehölz präsentiert sich mit einer grauschwarzen Rinde. Die Schlehe ist recht sparrig und wirkt wie ein Dickicht. Der bittermandelartige Duft zieht viele Insekten an.

In den Blüten findet sich das Flavonglykosid, ein zuckerfreies Kämpferol und ein wenig Blausäureglykosid. In den Früchten sind viele Gerbstoffe enthalten, Pektin, Zucker und organische Säuren. Im Samen befindet sich Amygdalin, Emulsin und fettes Öl. Die Schlehdorn Blüten, die klein und weiß mit fünf Kron-und Kelchblättern erscheinen, wirken krampflösend, harntreibend, schmerzstillend und abführend. Als Blutreinigungstee kann Schlehe sehr viel Gutes bewirken.

Es gibt empfindliche Patienten mit einer hartnäckigen Verstopfung. Manchmal paart es sich mit krampfhaften Schmerzen. Der Stuhlgang ist hart und knollig und findet nicht täglich, sondern wahlweise an unterschiedlichen Tagen statt. Die üblichen Abführmittel aus den Apotheken wirken kaum, eher verschlimmert sich der Zustand. Da hilft ein Schlehdorn Tee, der morgens und abends getrunken wird. Schlehe ist flexibel einsetzbar.

In der Volksmedizin werden die Schlehenblüten als wasser- und schweißtreibendes Mittel verwendet. Auch zur Blutreinigung und als Abführmittel findet die Schlehe eine große Beachtung. 5 Gramm Schlehenblüten werden von einem viertel Liter heißem Wasser gebrüht. Davon kann zu morgens, mittags und abends eine Tasse getrunken werden. Die Schlehe Früchte werden gerne bei Rheuma, zur Steigerung der Abwehrkräfte, bei fieberhaften Erkältungskrankheiten und gegen Allgemeininfektionen eingesetzt. Sie schmecken sauer und ziehen sich beim Essen sehr zusammen.

In der Homöopathie wird aus den Blüten eine Essenz D2 hergestellt, die bei Kolik artigen Schmerzen, bei Menstruationen, Blähungen und Gelbsucht erfolgreich eingesetzt wird. Die durchschnittliche Dosierung beträgt dabei 3-4mal täglich 10-20 Tropfen, aufgelöst in etwas Wasser. Lassen Sie sich dazu von einem Heilpraktiker oder Homöopathen beraten. Erfrischend und anregend zugleich wirkt der aus den Früchten gepresste Saft, der verdünnt getrunken wird. Wohlschmeckend ist ebenfalls die Schlehe Marmelade, zudem wirkt sie bei Appetitlosigkeit.